Unser Pra­xis­blog zum mBook Gemein­sa­mes Ler­nen NRW

Unser Pra­xis­blog zum mBook Gemein­sa­mes Ler­nen NRW

In zahl­rei­chen Rubri­ken fin­den Sie auf den Sei­ten des Blogs Infor­ma­tio­nen und Tipps rund um das The­ma Inklu­si­on und den Unter­richt mit dem mBook für gemein­sa­mes Ler­nen. Inspi­ra­tio­nen für den Unter­richt in unse­rem neu­en For­mat GL-TV, Infor­ma­tio­nen zu Mei­len­stei­nen der Inklu­si­on, Back­stage-Mate­ri­al aus dem Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen — das sind nur eini­ge der Din­ge, die wir auf die­sem Blog vor­stel­len. Er wächst regel­mä­ßig um wei­te­re Stü­cke, wie­der­kom­men lohnt sich also!

Yvon­ne Gebau­er (Bil­dungs­mi­nis­te­rin Nord­rhein-West­fa­len) – Ihre Visi­on einer “welt­bes­ten Bil­dung”

Yvon­ne Gebau­er (Bil­dungs­mi­nis­te­rin Nord­rhein-West­fa­len) – Ihre Visi­on einer “welt­bes­ten Bil­dung”

Dies­mal haben wir einen pro­mi­nen­ten Gast aus der Poli­tik auf unse­rer Couch: Yvon­ne Gebau­er, die Schul- und Bil­dungs­mi­nis­te­rin in Nord­rhein-West­fa­len.

Wir spre­chen mit der FDP NRW-Poli­ti­ke­rin über ihre bil­dungs­po­li­ti­sche Agen­da und wie sie den Anspruch ein­lö­sen möch­te, in NRW „Welt­bes­te Bil­dung“ zu rea­li­sie­ren. Außer­dem erläu­tert Yvon­ne Gebau­er, was sie sich kon­kret von der Digi­ta­li­sie­rung für die Bil­dung erhofft.

Und falls Sie wis­sen wol­len, wie Yvon­ne Gebau­ers Visi­on der „per­fek­ten Schu­le“ aus­sieht und nach wel­chem digi­ta­len Cre­do sie lebt, soll­tet ihr die­se Fol­ge auf gar kei­nen Fall ver­pas­sen.

Das Ende der stei­ner­nen Lern­fa­brik? – Mani­fest einer Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät

Das Ende der stei­ner­nen Lern­fa­brik? – Mani­fest einer Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät

ver­fasst von Johan­nes Gra­pen­tin, Flo­ri­an Sochat­zy und Mar­cus Ventz­ke

Wozu haben wir heu­te noch Schu­len? Und wel­che Funk­ti­on geben wir ihnen? Zuneh­mend erschei­nen Schu­len in der Gegen­wart wie die alter­tüm­li­chen und welt­frem­den Ein­rich­tun­gen einer ande­ren Epo­che — nach skur­ri­len Regeln geführt und ohne wirk­li­chen Bezug zum Leben der Gegen­wart. Die öffent­li­chen Schu­len der Gegen­wart sind Bau­wer­ke, daher an bestimm­ten Orten loka­li­siert und Teil einer regio­na­len und über­re­gio­na­len Ver­wal­tung. Sie sind zudem nicht sel­ten per­so­nell unter­be­setzt und bau­lich maro­de. Gegen Bil­dungs­un­ge­rech­tig­keit sind sie schein­bar macht­los und der Kern ihrer Tätig­keit scheint immer noch oft das Aus­wen­dig­ler­nen leb­lo­ser Infor­ma­ti­ons­par­ti­kel zu sein.

Die­se zeit­li­chen, räum­li­chen, orga­ni­sa­to­ri­schen, per­so­nel­len und nicht zuletzt inhalt­lich-didak­ti­schen Struk­tu­ren des gegen­wär­ti­gen Bil­dungs­sys­tems sind für moder­ne Bil­dungs­zie­le über­wie­gend unge­eig­net, da sie immer noch dar­auf zie­len, dass alle Ler­ner in vor­ge­ge­be­nen Zeit­ein­hei­ten das­sel­be ler­nen und nach ein­heit­li­chen Maß­stä­ben beur­teilt wer­den. Noch immer prägt nicht das Begrei­fen, Erfah­ren, Ver­ste­hen und Abs­tra­hie­ren die Lern­bio­gra­fie der Schü­le­rIn­nen, son­dern das Memo­rie­ren eines bestehen­den Fak­ten- und Wis­sens­ka­nons.

Am Über­gang zur digi­ta­li­sier­ten Welt steht unse­re Gesell­schaft jedoch vor völ­lig anders­ar­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen, und folg­lich muss auch Bil­dung unter ver­än­der­ten Vor­zei­chen gedacht wer­den.

Wir benö­ti­gen

  • lebens­na­he, auf die Her­aus­for­de­rungs­fel­der der Gegen­wart und Zukunft bezo­ge­ne Lern­ge­gen­stän­de,
  • indi­vi­du­el­le Lern­we­ge, die zu fle­xi­blen, inter­es­sens-, sach- und lern­stands­be­zo­ge­nen Grup­pen­bil­dun­gen füh­ren
  • pro­blem­lö­sungs­ori­en­tier­te Lern­sze­na­ri­en, die bis­he­ri­ge Erar­bei­t­uns- und Ver­ar­bei­tungs­kon­ven­tio­nen über­schrei­ten,
  • eine umfas­sen­de, the­men- und medi­en­ba­sier­te Per­sön­lich­keits­bil­dung, die es ermög­licht, sozia­le Kom­pe­tenz, ästhe­ti­sches Bewusst­sein und emo­tio­na­les Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl aus­zu­prä­gen.

Wenn in der Gegen­wart Bil­dung als die wich­tigs­te Res­sour­ce für die Ent­wick­lung eines moder­nen Gemein­we­sens beschrie­ben wird, so ist damit die best­mög­li­che indi­vi­du­el­le Ent­fal­tung mensch­li­cher Poten­tia­le gemeint; nicht mehr aber die Imple­men­tie­rung und Abruf­bar­keit mög­lichst ähn­li­cher oder gar glei­cher Fer­tig­kei­ten bestimm­ter Grup­pen.

Moder­ne Bil­dung rich­tet sich auf

  • die Ent­wick­lung von Krea­ti­vi­tät und Hand­lungs­fä­hig­keit in unbe­kann­ten Situa­tio­nen,
  • Mög­lich­kei­ten per­sön­li­cher For­mung, Ver­wirk­li­chung und ‘Neu­erfin­dung’ in einer sich stän­dig ver­än­dern­den Welt.

Moder­ne Bil­dung erfor­dert daher die Ent­wick­lung von varia­blen Pro­blem­lö­sungs­kom­pe­ten­zen mög­lichst vie­ler Ler­ner, die sich als ver­netz­te Krea­ti­ve ver­ste­hen und sie för­dert des­halb die Fähig­keit jedes Ein­zel­nen,

  • sich von Vor­find­li­chem distan­zie­ren,
  • es kri­tisch ana­ly­sie­ren,
  • bekann­te Hand­lungs­mus­ter und Wis­sens­be­stän­de neu grup­pie­ren und
  • Fehl­stel­len durch Neu­schöp­fun­gen aus­fül­len zu kön­nen.

Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät (VR-School) als poten­ti­el­ler 

Bil­dungs­er­neue­rer

Die tech­ni­sche Ent­wick­lung im Bereich der vir­tu­el­len Rea­li­tät (VR) ist bereits heu­te so weit gedie­hen, dass immer­si­ve Räu­me und Set­tings mög­lich sind. Fal­len­de Anschaf­fungs­kos­ten für Hard­ware-Aus­stat­tun­gen und eine ste­tig wach­sen­de Aus­wahl an ver­füg­ba­ren VR-Erfah­rungs­wel­ten sto­ßen der­zeit die Tür zu einem Mas­sen­markt für vir­tu­el­le Rea­li­tät weit auf. Aug­men­ted und Vir­tu­al Rea­li­ty ver­las­sen damit die Sphä­re wis­sen­schaft­li­cher Test­la­bo­re und media­ler Modell­pro­jek­te. Sie wer­den in Kür­ze zur All­tags­kul­tur gehö­ren. Folg­lich erhebt sich die Fra­ge, inwie­weit VR auch ele­men­ta­rer Bestand­teil von Bil­dungs­vor­gän­gen wer­den kann . Auf Grund­la­ge der rasan­ten tech­ni­schen Ent­wick­lung las­sen sich nun Lern­räu­me den­ken und umset­zen, die zunächst schul­er­gän­zend und in einem nächs­ten Schritt schul­er­set­zend sein könn­ten. Die gro­ßen Tech-Unter­neh­men arbei­ten wohl an Mög­lich­kei­ten, den Bil­dungs­markt mit Hil­fe der AR/VR-Tech­nik umzu­wäl­zen – und das glo­bal. Kom­plet­te VR-Schu­len, die von Tech-Unter­neh­men bedürf­nis­ge­recht ent­wi­ckelt und betrie­ben wer­den, sind längst kei­ne Uto­pie mehr. Aus die­sem Grund ist es heu­te zwin­gend erfor­der­lich, sich auf eine der­ar­ti­ge Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät auf theo­re­ti­scher Ebe­ne, aber auch auf Grund­la­ge prak­tisch-empi­ri­scher Erfah­run­gen, vor­zu­be­rei­ten.

Das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen hat zu die­sem Zweck eine Toch­ter­fir­ma, die Digi­ta­le Lern­wel­ten GmbH (DLW) gegrün­det, um sich die­ser Auf­ga­be zu ver­schrei­ben. Im fol­gen­den fin­den sich die theo­re­ti­schen Grund­la­gen einer der­ar­ti­gen Schu­le, eine Kon­zep­ti­on für eine prak­ti­sche Umset­zung ist bereits in Arbeit.

Die im Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen unter dem Pro­jekt­ti­tel “We Are School” ent­wi­ckel­te Schu­le in vir­tu­el­le Rea­li­tät soll die Basis unter­schied­li­cher Lern­räu­me sein, die, unab­hän­gig von mate­ri­ell-räum­li­chen Gege­ben­hei­ten, ein Erkennt­nis­um­feld für Ler­nen­de und Lehr­um­feld für Unter­rich­ten­de bereit­stellt.

Alle fol­gen­den For­de­run­gen müs­sen sich jeder­zeit einer theo­re­ti­schen, empi­ri­schen und prak­ti­schen Hin­ter­fra­gung jeder­zeit stel­len.

  1. Die Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät basiert lern­theo­re­tisch auf dem Kon­struk­ti­vis­mus und möch­te die Inter­de­pen­den­zen von äuße­ren Rah­men­be­din­gun­gen und inne­ren Gestal­tungs­pro­zes­sen von Schu­le und Ler­nen in der digi­ta­len Welt neu bestim­men. Sie bie­tet die Mög­lich­keit zur Nut­zung digi­ta­len Mehr­werts wie auch zur Ent­wick­lung digi­ta­len Neu­werts.
  2. Ler­nen wird ver­stan­den als inklu­si­ve Suche nach Lösun­gen. Der Zugriff auf Infor­ma­tio­nen ist dabei eine not­wen­di­ge Bedin­gung unter­richt­li­cher Arbeit, nicht ihr Ziel.
  3. Die 21-cen­tu­ry-skills (Krea­ti­vi­tät, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Kol­la­bo­ra­ti­on und kri­ti­sches Den­ken) bil­den den päd­ago­gisch-didak­ti­sche Rah­men bei der Ent­wick­lung von Erfah­rungs-, Ana­ly­se-, Anwen­dungs- und Refle­xi­ons­be­rei­chen der Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät. Die­sem Rah­men wer­den fach­di­dak­ti­sche Kom­pe­tenz­mo­del­le und The­men­auf­be­rei­tun­gen hin­zu­ge­fügt.
  4. Lern-, Arbeits- und Erfah­rungs­räu­me wer­den völ­lig neu kon­zi­piert. Erkennt­nis­se aus Archi­tek­tur­psy­cho­lo­gie, päd­ago­gi­scher Raum­for­schung, inter­na­tio­na­ler Schul­bau­for­schung, etc. die­nen als Grund­la­ge für eine Neu­kon­struk­ti­on und -bewer­tung des schu­li­schen Lebens- und Arbeits­raums und kön­nen damit erst­ma­lig kon­se­quent umge­setzt wer­den.
  5. Didak­ti­sche Reduk­ti­on der fach­li­chen The­men führt nicht zu einem qua­li­ta­ti­ven Ver­lust in der Art, dass Lern­ge­gen­stän­de von den sie tra­gen­den Ide­en und Kon­zep­ten iso­liert wer­den. Media­le Prä­sen­ta­tio­nen ermög­li­chen gene­ti­sches Ver­ste­hen. Aus­wahl­ent­schei­dun­gen und Vor­ge­hens­wei­sen wer­den trans­pa­rent gemacht.
  6. Die auf Spra­che und gedruck­ten Text ver­ein­sei­tig­ten media­len Dar­stel­lungs­wei­sen des Papier­druck­zeit­al­ters wer­den diver­si­fi­ziert. Die oft­mals unzu­rei­chen­den The­men- und Pro­blem­re­prä­sen­ta­tio­nen der ana­lo­gen Medi­en­welt wer­den in Erfah­rungs­sze­na­ri­en auf­ge­löst, die dem mensch­li­chen Wahr­neh­mungs- und Ver­ar­bei­tungs­ver­mö­gen ent­spre­chen: Zustän­de und Pro­zes­se blei­ben auch in media­len Reprä­sen­ta­tio­nen Zustän­de und Pro­zes­se, wer­den also als Ver­har­rung und Bewe­gung dar­ge­stellt. Abs­trak­ti­ons­be­ding­te Kom­ple­xi­täts­ver­dich­tun­gen wer­den also besei­tigt, wenn sie ver­ste­hens­ver­hin­dern­de Bar­rie­ren dar­stel­len.
  7. In den Erfah­rungs­wel­ten der Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät wer­den mensch­li­ches Han­deln und gesell­schaft­li­che Struk­tu­ren nicht grund­sätz­lich text­lich kodiert. Sie wer­den medi­al “huma­ni­siert” bzw. “rehu­ma­ni­siert”, da Men­schen in beweg­li­chen, dich­ten Bil­dern und Situa­tio­nen den­ken.
  8. Ver­tief­te und erwei­ter­te digi­ta­le Ana­ly­se­mög­lich­kei­ten wer­den zur metho­di­schen Arbeit in den Fächern genutzt.
  9. Dif­fe­ren­zie­rung wird zum Stan­dard: wie in einem Open-World-Adven­ture füh­ren unter­schied­li­che Wege zu unter­schied­li­chen Vari­an­ten, Schwer­punk­ten und Lern­ge­gen­stän­den.
  10. Indi­vi­dua­li­sie­rung ist ein Grund­prin­zip der Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät. Das meint zum einen den indi­vi­du­el­len Zugang zu Erfah­rungs- und Arbeits­be­rei­chen. Dazu gehört die jeder­zei­ti­ge Spei­che­rung und Ver­füg­bar­ma­chung eige­ner Erfah­run­gen, Vor­ge­hens­wei­sen, Arbeits­er­geb­nis­se. Zum ande­ren bedeu­tet Indi­vi­dua­li­sie­rung die dia­gno­se­ba­sier­te Gestal­tung indi­vi­du­el­ler Lern­we­ge und Lern­stands­prü­fun­gen. Indi­vi­dua­li­sier­bar sind aber auch die Bedin­gungs­fel­der des Ler­nens: bau­li­che Aus­stat­tungs­si­mu­la­tio­nen, Raum­dar­stel­lun­gen, Licht­ver­hält­nis­se, Weg­füh­run­gen etc.
  11. Eine tech­nik­ge­stütz­te Dia­gno­se indi­vi­du­el­ler Lern­vor­aus­set­zun­gen, -eigen­ar­ten und -ergeb­nis­se ist die Grund­la­ge zur Ent­wick­lung indi­vi­du­el­ler Lern­sze­na­ri­en.
  12. Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät lebt von der Betei­li­gung ihrer Nut­zer – Par­ti­zi­pa­ti­on der Leh­ren­den und Ler­nen­den bei der Gestal­tung der Lern­räu­me ist ele­men­ta­rer Bestand­teil die­ser Schu­le, weil damit Eigen­ver­ant­wor­tung geför­dert und Wirk­sam­keits­er­fah­rung ermög­licht wer­den.
  13. Leh­ren­de und Ler­nen­de haben jeder­zeit Sou­ve­rä­ni­tät über ihr Agie­ren inner­halb der VR-Erfah­rungs- und Arbeits­räu­me.
  14. Die Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät ist eine sozia­le Schu­le. Die Leh­ren­den haben die Mög­lich­keit ihr beruf­li­ches Selbst­ver­ständ­nis zu wan­deln, sich von Wis­sens­ver­mitt­lern zu Lern­be­glei­tern zu ent­wi­ckeln. Sie ver­ste­hen sich als Exper­ten (fach­lich), Mode­ra­to­ren (didak­tisch), Men­to­ren (sozi­al) und Wei­ter­ler­nen­de (indi­vi­du­ell). Leh­ren­de wer­den von der im digi­ta­len Zeit­al­ter irri­gen Fik­ti­on befreit, wonach sie über The­men und ihre Medi­en exklu­siv ver­fü­gen, sie ver­tei­len und zugäng­lich machen. Ler­nen­de sind in der Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät (Mit-)Gestalter der The­men und Arbeits­auf­ga­ben, ihrer Sozi­al­be­zie­hun­gen und ihres raum-zeit­li­chen Umfelds. Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät wird per­ma­nent kon­struk­tiv hin­ter­fragt und wei­ter­ent­wi­ckelt. Neue fach­li­che Erkennt­nis­se wer­den als Updates imple­men­tiert .

Die Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät ermög­licht also die hoch­dif­fe­ren­zier­te und indi­vi­dua­li­sier­te För­de­rung in neu­en Raum-Zeit-Ver­hält­nis­sen, auf indi­vi­du­el­len Lern­we­gen, unter Ent­wick­lung von Kom­pe­ten­zen, auf dem Weg zu “intel­li­gen­tem Wis­sen”.

Die Grund­la­ge der Kon­zep­ti­on und Umset­zung von Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät ist nicht ein unre­flek­tier­ter Tech-Hype, son­dern die Not­wen­dig­keit von Ver­än­de­rung auf der Basis ver­tief­ter Erkennt­nis­se. Dabei müs­sen Fra­gen aus unter­schied­li­chen Dis­zi­pli­nen bedacht und erforscht wer­den. Eini­ge davon fin­den sich auf die­ser Gra­fik:

Das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen wird sich die­sen Fra­gen stel­len und gemein­sam mit Part­nern aus Poli­tik, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft Schu­le in vir­tu­el­ler Rea­li­tät kon­zi­pie­ren und erfor­schen. Wir freu­en uns auf Input und kon­struk­ti­ver Kri­tik aus der Com­mu­ni­ty

Edu­Stamm­tisch – Der digi­ta­le Bil­dungs­pod­cast Fol­ge 2

Edu­Stamm­tisch – Der digi­ta­le Bil­dungs­pod­cast Fol­ge 2

Edu­Stamm­tisch #2 : VR in der Schu­le – nächs­te Sau im Dorf oder Bil­dungs­re­vo­lu­ti­on?

von Edu­Couch | Edu­Stamm­tisch

Edu­Stamm­tisch – The­ma: VR in der Schu­le – Nächs­te Sau im Dorf oder Bil­dungs­re­vo­lu­ti­on?

Heu­te spre­chen wir über Vir­tu­al Rea­li­ty und die Aus­wir­kun­gen auf Ler­nen und Schu­le. Wie viel ist dran am Hype? Alles nur eine net­te Spie­le­rei für Nerds? Oder doch eine grenz­spren­gen­de Revo­lu­ti­on fürs Klas­sen­zim­mer?

Ihr soll­tet dran­blei­ben, wenn ihr die Visio­nen und Plä­ne unse­rer Stamm­tisch­mit­glie­der ken­nen­ler­nen wollt. Und wel­che VR-Anwen­dung sie beson­ders fas­zi­niert hat.

„And the win­ner is… das mBook.” — again.

And the win­ner is… das mBook.” — again.

Das mBook Geschich­te hat bei der dies­jäh­ri­gen Ver­lei­hung des Prei­ses Schul­buch des Jah­res die Gold­me­dail­le in der Kate­go­rie „Gesell­schaft“ gewon­nen. Nach­dem die ers­te Genera­ti­on der digi­tal-mul­ti­me­dia­len mBooks des Insti­tuts für digi­ta­les Ler­nen im Jahr 2016 mit dem Son­der­preis für digi­ta­le Bil­dungs­me­di­en aus­ge­zeich­net wor­den war, unter­strei­chen das Georg-Eckert-Insti­tut für Inter­na­tio­na­le Schul­buch­for­schung, der Didac­ta-Ver­band und die Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung mit der dies­jäh­ri­gen Preis­ver­lei­hung, dass die Digi­ta­li­sie­rung des Lehr- und Lern­mit­tel­be­reichs fort­ge­setzt wer­den muss. Die Schu­len sind drin­gend dar­auf ange­wie­sen, den digi­ta­len Mehr­wert für einen zeit­ge­mä­ßen Unter­richt nut­zen zu kön­nen.

Das von Flo­ri­an Sochat­zy und Mar­cus Ventz­ke her­aus­ge­ge­be­ne mBook Geschich­te ist dabei gleich in meh­re­ren Hin­sich­ten revo­lu­tio­när. Es ist zum einen ein län­der­über­grei­fen­des Buch, das auf einer syn­op­ti­schen Zusam­men­füh­rung der Geschichts­lehr­plä­ne aller 16 Bun­des­län­der basiert und bun­des­weit ein­ge­setzt wer­den kann.
Zum ande­ren führt die­ses Buch ein nied­rig­schwel­li­ges und auf die schu­li­schen Abläu­fe per­fekt abge­stimm­tes Lizenz­mo­dell in die ver­krus­te­ten Ver­triebs­struk­tu­ren für Lehr- und Lern­mit­tel ein. Die­ses netz­ba­sier­te Modell hat sich als vol­ler Erfolg erwie­sen: Das mBook Geschich­te wird von Schu­len und Leh­re­rIn­nen in allen Tei­len der Bun­des­re­pu­blik gekauft. Zudem wur­de die bereits für das mBook Geschich­te NRW ent­wi­ckel­te Nut­zer­grup­pen­dif­fe­ren­zie­rung auch bei der Erar­bei­tung des mBook Geschich­te ein­ge­setzt und wei­ter­ent­wi­ckelt: Indi­vi­dua­li­sier­te Zugän­ge erlau­ben die Ver­bin­dung von Schü­ler- und Leh­rer­buch. Unter­rich­ten­de bekom­men damit den punkt­ge­nau für ein­zel­ne Buch­ele­men­te abge­stimm­ten Zugriff auf zusätz­li­che Mate­ria­li­en. Dazu gehö­ren etwa Hin­wei­se zur Unter­richts­pla­nung und -gestal­tung, the­ma­ti­sche Kon­tex­te, Mus­ter­ant­wor­ten, Tafel­bil­der, Hin­wei­se zur För­de­rung des Kom­pe­ten­zen­er­webs, Anre­gun­gen zur Hand­lungs­ori­en­tie­rung etc.

Das mBook Geschich­te ver­weist auf den dis­rup­ti­ven Wir­kung der Digi­ta­li­sie­rung im Bil­dungs­be­reich: Jahr­zehn­te­lang ein­ge­fah­re­ne Kon­ven­tio­nen bei Ver­la­gen, Schu­len und Bil­dungs­trä­gern – etwa die Seg­men­tie­rung des Mark­tes in Bun­des­län­der oder ana­lo­ge Ver­triebs­struk­tu­ren – wer­den sich eben­so radi­kal ändern wie Video-Strea­ming die Fern­seh­nut­zung revo­lu­tio­niert. Zwei Tat­sa­chen sind daher bemer­kens­wert: Zum einen, dass gera­de die­ses mBook Geschich­te in die­sem Jahr Schul­buch des Jah­res gewor­den ist und zum ande­ren, dass die mBook-Spar­te des Insti­tuts für digi­ta­les Ler­nen im Som­mer 2017 von den Cor­nel­sen Bil­dungs­ver­la­gen mit dem Anspruch gekauft, die mBook-Kon­zep­ti­on als Modell für die eige­nen Digi­ta­li­sie­rungs­be­mü­hun­gen zu nut­zen.