Kat­ja Suding über Schul­streiks, Bil­dungs­fö­de­ra­lis­mus und digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on

Kat­ja Suding über Schul­streiks, Bil­dungs­fö­de­ra­lis­mus und digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on

Kat­ja Suding über Schul­streiks, Bil­dungs­fö­de­ra­lis­mus und digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on

von Edu­Couch

EduCouch Interview mit Katja Suding auf der didacta Bildungsmesse in Köln 2019

Kat­ja Suding (FDP) im Gespräch mit Flo­ri­an Sochat­zy auf der didac­ta 2019 in Köln

In die­ser poli­ti­schen Fol­ge der Edu­Couch spre­chen wir mit Kat­ja Suding, Mit­glied des Bun­des­ta­ges und stell­ver­tre­ten­de Bun­des­vor­sit­zen­de der FDP: Im Inter­view geht es um den kürz­lich beschlos­se­nen “Digi­tal­Pakt Schu­le” und Kat­ja Sudings Kri­tik am Bil­dungs­fö­de­ra­lis­mus.

Außer­dem ergrün­den wir, ob das Wahl­ver­spre­chen der FDP einer „Welt­bes­ten Bil­dung für jeden“ hält, was es ver­spricht. Und wer wis­sen will, was Kat­ja Suding von den „Fri­days for Future„-Demonstrationen hält, soll­te die­se Fol­ge unbe­dingt hören.

Noch kurz zur Info: Die Edu­Couch ist ein For­mat des Insti­tuts für digi­ta­les Ler­nen, in die­ser Fol­ge mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Cor­nel­sen mBook GmbH.

Das Inter­view führ­te dies­mal Flo­ri­an Sochat­zy auf der didac­ta 2019 in Köln. Und jetzt viel Spaß beim Zuhö­ren!

Dr. Olaf Kös­ter-Ehling – Wie baut man eine gute Schu­le?

Dr. Olaf Kös­ter-Ehling – Wie baut man eine gute Schu­le?

Heu­te spre­chen wir mit Dr. Olaf Kös­ter-Ehling, der Vor­stand der Mon­tag Stif­tung Jugend und Gesell­schaft ist und vor­her als Leh­rer und Schul­lei­ter an För­der­schu­len tätig war.

Marcus Ventzke im Gespräch mit Dr. Olaf Köster-Ehling auf der Konferenz Bildung Digitalisierung

Mar­cus Ventz­ke (rechts) im Gespräch mit Dr. Olaf Kös­ter-Ehling

Im Inter­view geht es dar­um, wie wir den Schul­raum neu den­ken und kon­zi­pie­ren kön­nen und wel­che Rol­le dabei die Digi­ta­li­sie­rung spielt.

Zudem spre­chen wir mit unse­rem Gast dar­über, wie es uns gelin­gen kann, alle Leh­ren­den und Ler­nen­den beim Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zess mit­zu­neh­men und klä­ren, was sich hin­ter dem Begriff der – Zitat – „schwe­ren, preu­ßi­schen Beam­ten­ket­te“ der Deut­schen Leh­rer ver­birgt.

Span­nen­de Denk­an­stö­ße also in der aktu­el­len Fol­ge der Edu­Couch, von denen alle pro­fi­tie­ren kön­nen, die sich über Schul­ar­chi­tek­tur und die Digi­ta­li­sie­rung der Schu­le Gedan­ken machen.

Noch kurz zur Info: Die Edu­Couch ist ein For­mat des Insti­tuts für digi­ta­les Ler­nen. In die­ser Aus­ga­be mit freund­li­cher Unter­stüt­zung der Cor­nel­sen mBook GmbH und des Forums Bil­dung Digi­ta­li­sie­rung, auf des­sen Kon­fe­renz wir das Inter­view auf­ge­zeich­net haben.

Phil­ip­pe Wampf­ler – Digi­ta­le Medi­en im Deutsch­un­ter­richt

Phil­ip­pe Wampf­ler – Digi­ta­le Medi­en im Deutsch­un­ter­richt

Phil­ip­pe Wampf­ler – Digi­ta­le Medi­en im Deutsch­un­ter­richt

von Edu­Couch | Digitalität18

Foto: Miguel Kratzer/watson. Heu­te haben wir Phil­ip­pe Wampf­ler zu Gast. Er ist über die Schweiz hin­aus bekann­ter Autor, Blog­ger und Dozent — vor allem aber lei­den­schaft­li­cher Deutsch­leh­rer und Fach­di­dak­ti­ker. Wir reden mit ihm unter ande­rem übers Chat­ten als wich­ti­ge sozia­le Fähig­keit und was man für den Unter­richt dar­aus ler­nen kann, dass wir bei Net­flix stän­dig die Seri­en­in­tros weg­kli­cken.
Und falls ihr wis­sen wollt, wie man durch Com­pu­ter­spie­le Imma­nu­el Kants Kate­go­ri­schen Impe­ra­tiv in den Deutsch­un­ter­richt bringt, soll­tet ihr auf jeden Fall dran­blei­ben.

Marie­ke Rei­mann (ze.tt) – Online­jour­na­lis­mus in Zei­ten von Hate und Fake

Marie­ke Rei­mann (ze.tt) – Online­jour­na­lis­mus in Zei­ten von Hate und Fake

Marie­ke Rei­mann (ze.tt) – Online­jour­na­lis­mus in Zei­ten von Hate und Fake

von Edu­Couch | netz­fest

Foto: Dani­el Großjohann/re:publica. Dies­mal haben wir Marie­ke Rei­mann zu Gast auf unse­rem Sofa. Sie ist Chef­re­dak­teu­rin beim jun­gen Online-Maga­zin der Zeit: „ze.tt“. Sie beschäf­tigt sich als Jour­na­lis­tin mit den The­men: neue Medi­en, Poli­tik­ver­mitt­lung für die Genera­ti­on Y und Gen­der-The­men.
Im lei­den­schaft­lich geführ­ten Streit­ge­spräch mit Mar­cus Ventz­ke geht es dar­um, was guten Online-Jour­na­lis­mus aus­zeich­net, was er leis­ten kann — und was er leis­ten soll­te.
Die­se Edu­Couch ist des­we­gen für alle emp­feh­lens­wert, die wis­sen wol­len, wel­che For­ma­te online beson­ders gut funk­tio­nie­ren. Und falls Ihr wis­sen wollt, was Marie­ke Rei­mann zu Kri­ti­kern sagt, die „ze.tt“ Ober­fläch­lich­keit vor­wer­fen, soll­tet ihr auf jeden Fall rein­hö­ren.

Der mGui­de für das Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren — eine mul­ti­me­dia­le Rei­se in die Ver­gan­gen­heit

Der mGui­de für das Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren — eine mul­ti­me­dia­le Rei­se in die Ver­gan­gen­heit

Die Rae­re­ner Fuhr­leu­te waren tage­lang unter­wegs, bis sie end­lich in Köln waren, denn die Stra­ßen waren schlecht und die Rei­se gefähr­lich. Bis in die gro­ßen Hafen­städ­te wur­de unser Rae­re­ner Stein­zeug von ihnen gebracht […]. Eine sol­che Rei­se war oft schwie­ri­ger als gedacht, denn Stra­ßen und Mee­re waren unbe­re­chen­bar.” - Eine Pas­sa­ge aus dem Ani­ma­ti­ons­film zum The­ma ‘Frü­he Glo­ba­li­sie­rung’ im neu­en mGui­de des Töp­fe­rei­mu­se­ums Rae­ren.

Waren­trans­port war in der Frü­hen Neu­zeit viel unbe­re­chen­ba­rer und gefähr­li­cher als heu­te. Er stell­te die erfah­rens­ten Händ­ler, Fuhr­leu­te und See­fah­rer tag­täg­lich vor neue, im Vor­feld kaum abzu­schät­zen­de Her­aus­for­de­run­gen.

Was die Fuhr­leu­te aus dem lim­bur­gi­schen Ort Rae­ren trans­por­tier­ten? Stein­zeug. Das Rae­re­ner Stein­zeug war im 16. und 17. Jahr­hun­dert sehr gefragt. Töp­fe, Krü­ge, Vasen oder ande­res Geschirr — nahe­zu für jeden Zweck hat­ten Rae­re­ner Töp­fer etwas im Ange­bot. Sie waren welt­weit für ihre hart gebrann­ten, was­ser­dich­ten und geschmacks­neu­tra­len Pro­duk­te bekannt. Vie­le Geschich­ten rank­ten und ran­ken sich bis heu­te um die Her­stel­lung der Gefä­ße und um den Trans­port des Stein­zeugs in alle Tei­le der damals bekann­ten Welt.

Das Töp­fe­rei­mu­se­um in Rae­ren hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, das Rae­re­ner Stein­zeug zu sam­meln, zu bewah­ren, zu erfor­schen und Besu­chern zu prä­sen­tie­ren. Dazu gehö­ren auch die fas­zi­nie­ren­den Geschich­ten über eines der High-Tech-Pro­duk­te der Frü­hen Neu­zeit. Das Insti­tut für digi­ta­les Ler­nen hat die Inhal­te des Muse­ums digi­tal auf­be­rei­tet und dafür den mGui­de ent­wi­ckelt — eine mul­ti­me­dia­le Muse­ums-App, die Muse­ums­ob­jek­te mit ihrem ver­gan­ge­nen oder gegen­wär­ti­gen Kon­text ver­bin­det.

Der klei­ne bel­gi­sche Ort Rae­ren liegt nahe der deut­schen Gren­ze, 10 km von Aachen ent­fernt und ist Teil der deutsch­spra­chi­gen Gemein­schaft Bel­gi­ens.

Das Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren
Das Muse­um prä­sen­tiert einen Über­blick über die ein­drucks­vol­le Geschich­te des Rae­re­ner Stein­zeugs. Die Samm­lung ist in der Burg Rae­ren aus dem 14. Jahr­hun­dert unter­ge­bracht. Aus­ge­stellt wer­den u.a. Gefä­ße berühm­ter Rae­re­ner Töp­fer­meis­ter. Ohne die zwei­fel­los span­nen­den Geschich­ten hin­ter die­sen Gefä­ßen blei­ben die Objek­te für die meis­ten Besu­cher aber stumm und damit lang­wei­lig. Also haben wir uns ent­schie­den, den All­tag der Töp­fer­meis­ter, ihr Leben und Arbei­ten mit digi­ta­len Mit­teln wie­der zum Leben zu erwe­cken, um die Welt des Rae­re­ner Stein­zeugs heu­ti­gen Besu­chern nahe­zu­brin­gen.

Die Was­ser­burg beher­bergt das Töp­fe­rei­mu­se­um.

Über­all Töp­fe: In den Vitri­nen des Muse­ums wer­den die unter­schied­li­chen Pha­sen des Rae­re­ner Stein­zeugs dar­ge­stellt.

Ein Muse­um mit einer Kera­mik­aus­stel­lung? Lang­wei­lig. — Nicht unbe­dingt!
Der mGui­de zeigt dem Besu­cher die span­nen­den Sei­ten der Stein­zeug­pro­duk­ti­on, indem er die Objek­te u.a. mit den Schrit­ten ihrer Her­stel­lung sowie den Funk­ti­ons­er­war­tun­gen und Lebens­wei­sen der Händ­ler und Käu­fer ver­bin­det. Auf die­se Wei­se ent­steht ein tie­fe­rer, an vie­len Stel­len auch per­sön­li­che­rer Zugang zu den The­men: Wir las­sen bei­spiels­wei­se im mGui­de den berühm­ten Töp­fer­meis­ter Jan Emmens Men­ni­cken auf­tre­ten, der im 16. Jahr­hun­dert leb­te. In fik­ti­ven Ani­ma­ti­ons-Geschich­ten beglei­tet er die Besu­cher durch die App und ist gleich­zei­tig der Erzäh­ler quel­len­ba­sier­ter und gut recher­chier­ter Geschich­ten zu allen Aspek­ten des Rae­re­ner Stein­zeugs. Er führt den Besu­cher gewis­ser­ma­ßen zurück in die Ver­gan­gen­heit. Durch ihn wird die Geschich­te Rae­rens vor­stell­bar, viel­sei­tig erfahr­bar, eben wie­der ‘leben­dig’.

Rae­re­ner Stein­zeug — das sind kei­ne leb­lo­sen, alten Töp­fe und Schüs­seln. Sie erzäh­len uns heu­te von den For­men der Mas­sen­pro­duk­ti­on des 16. Jahr­hun­derts, von aben­teu­er­li­chen See­rei­sen um die gan­zen Welt oder den Wir­kun­gen der frü­hen Glo­ba­li­sie­rung. Sie erzäh­len von lan­gen Pil­ger­fahr­ten und wil­den Trink­ge­la­gen, von medi­zi­ni­scher Tech­nik und Lager­hal­tung auf Schif­fen, und sie geben uns einen Ein­blick in die ero­ti­schen Fan­ta­si­en der Men­schen der Frü­hen Neu­zeit. Rae­re­ner Krü­ge zei­gen uns die beein­dru­cken­de Bil­der­welt der Kon­fes­sio­na­li­sie­rungs­zeit — mit Comic­strips, Wap­pen und geheim­nissvol­len Sym­bo­len.

Erfolg­rei­ches Team­work mit der Ziel­grup­pe
Das App-Pro­jekt ent­stand in Zusam­men­ar­beit mit einer Schul­klas­se aus Eupen (Bel­gi­en). Schü­le­rin­nen und Schü­ler sind eine der wich­tigs­ten Ziel­grup­pen der App und waren damit unse­re tat­kräf­ti­gen Mit­ent­wick­ler. In zwei mehr­tä­gi­gen Work­shops erstell­ten wir mit ihnen gemein­sam Inhal­te, die für jugend­li­che Besu­cher span­nend sind. Zu Beginn der Work­shops führ­ten wird des­halb in die Prin­zi­pi­en des Geschich­ten­er­zäh­lens ein. Danach erfan­den die Schü­ler eige­ne Geschich­ten, ent­wi­ckel­ten die Dra­ma­tur­gie für Vide­os und gestal­te­ten die dazu­ge­hö­ri­gen Sto­ry­boards.

Nut­zung der App im Muse­um
Die App kann kos­ten­los für die Smart­pho­ne-Betriebs­sys­te­me Andro­id und iOS her­un­ter­ge­la­den wer­den. Außer­dem ste­hen im Muse­um Leih­ge­rä­te zur Ver­fü­gung. Die App dient dabei sowohl der Beglei­tung des Muse­ums­be­suchs als auch der Vor- und Nach­be­rei­tung.

App-Mar­ke­ting: Tue Gutes und rede dar­über

Muse­en, die fas­zi­nie­ren­de Apps pro­du­zie­ren oder pro­du­zie­ren las­sen, soll­ten für deren Nut­zung wer­ben. Apps sind auf­wen­dig zu erstel­len, schon ihre Kon­zep­te sind sehr zeit- und kos­ten­in­ten­siv. Daher ist es unser Ziel, dass mög­lichst vie­le Besu­cher und Inter­es­sier­te auf die App auf­merk­sam wer­den und sie her­un­ter­la­den.
Zum Launch der App möch­ten wir vie­le Men­schen für den mGui­de des Töp­fe­rei­mu­se­ums Rae­ren und des Insti­tuts für digi­ta­les Ler­nen begeis­tern. Die­ser Blog-Bei­trag ist somit Teil der Mar­ke­ting-Stra­te­gie. Auch auf ande­ren Platt­for­men wer­den Sie etwas über unse­ren mGui­de lesen, hören und sehen kön­nen.

Damit bleibt zum Abschluss nur noch unse­re Emp­feh­lung an Sie: Laden Sie unse­ren mGui­de her­un­ter, besu­chen Sie das Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren, und bege­ben Sie sich auf eine Ent­de­ckungs­rei­se in die Ver­gan­gen­heit …

Der mGui­de
Töp­fe­rei­mu­se­um Rae­ren
Down­load: iOS
Down­load: Andro­id