Digi­ta­le Schul­bü­cher – mBook

Digi­ta­le Tech­ni­ken haben im Unter­richt enor­me Poten­tia­le zur Ent­wick­lung von Dif­fe­ren­zie­rung, Kol­la­bo­ra­ti­on und metho­di­schem Arbei­ten. Genutzt wur­den die­se Poten­tia­le in Lehr- und Lern­ma­te­ria­li­en bis zum Beginn die­ses Jahr­zehnts nicht. Flo­ri­an Sochat­zy und Mar­cus Ventz­ke began­nen im Jahr 2011 ein eige­nes digi­ta­les Schul­buch zu ent­wi­ckeln, weil sie davon über­zeugt waren und sind, dass die digi­ta­le Revo­lu­ti­on Schu­le und Unter­richt grund­le­gend ver­än­dert.

Ange­regt von ihrer dama­li­gen Arbeit im fach­di­dak­ti­schen Bereich der Uni­ver­si­tät Eich­stätt-Ingol­stadt began­nen sie, einen ers­ten Pro­to­ty­pen zu ent­wi­ckeln, der wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se aus der Debat­te über Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung und kol­la­bo­ra­ti­ves Arbei­ten umsetz­te. Schon kur­ze Zeit spä­ter wur­de dar­aus das ers­te all­tags­taug­li­che und bei­de Sekun­dar­stu­fen umfas­sen­de ‘mBook Geschich­te für die Deutsch­spra­chi­ge Gemein­schaft in Bel­gi­en’.

Von Anfang an kon­zen­trier­te sich das wach­sen­de Team um Ventz­ke und Sochat­zy auf ein stim­mi­ges didak­ti­sches Gesamt­kon­zept, Pra­xis­taug­lich­keit im Schul­all­tag und – vor allem – auf hoch­wer­ti­ge Nar­ra­tio­nen und Inhal­te. Neue Schul­bü­cher dür­fen eben nicht, wie Erich Käst­ner bemerk­te, “aus alten Schul­bü­chern ent­stan­den” sein. Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung erfor­dert, Inhal­te stets neu zu den­ken und medi­al zeit­ge­mäß umzu­set­zen.

Seit­her haben sich wei­te­re mBook-Pro­jek­te in ver­schie­de­nen deut­schen Bun­des­län­dern ange­schlos­sen und unter­wegs eini­ge Mei­len­stei­ne auf dem Weg zur Digi­ta­li­sie­rung der Bil­dung gesetzt:

  • Das mBook ist den Schritt von der ers­ten Stu­fe der Digi­ta­li­sie­rung (gedruck­te Mate­ria­li­en im Inter­net als PDF anbie­ten) zu einer tat­säch­li­chen Nut­zung spe­zi­fisch digi­ta­ler und mul­ti­me­dia­ler Tech­ni­ken im Unter­richt gegan­gen (Schaf­fung eines digi­ta­len Mehr­werts).
  • Die Archi­tek­tur des mBooks, sein didak­ti­scher Ansatz und die Brow­ser­ba­sie­rung eta­blie­ren sich mehr und mehr als Stan­dard­weg für die Publi­ka­ti­on hoch­wer­ti­ger Mate­ria­li­en im Bil­dungs­be­reich. Her­stel­ler- und Sys­tem­un­ab­hän­gig­keit ermög­li­chen Bring-Your-Own-Device-Aus­stat­tun­gen in Bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Damit kann die Digi­ta­li­sie­rung von Schu­le und Unter­richt begin­nen, ohne auf Voll­aus­stat­tun­gen war­ten zu müs­sen.
  • Das mBook Geschich­te NRW gab den Anstoß zur Ver­än­de­rung von Zulas­sungs­richt­li­ni­en für Lehr- und Lern­ma­te­ria­li­en. Damit begann eine wich­ti­ge Debat­te dar­über, ob Schul­bü­cher wirk­lich immer ‘auf Papier’ gedruckt sein müs­sen und wie schnell Unter­richts­ma­te­ria­li­en auf die Ver­än­de­run­gen in Gesell­schaft und Wis­sen­schaft reagie­ren müs­sen.
  • Die ers­te Schul­buch­zu­las­sung für ein wirk­lich digi­ta­les Schul­buch in Deutsch­land ist für ein mBook in Nord­rhein-West­fa­len erteilt wor­den.
  • Mehr­fach wur­den über­dies mBooks als ‘Schul­buch des Jah­res’ oder mit dem ‘Deut­schen e-Book Award’ aus­ge­zeich­net.
  • Mit dem mBook Russ­land­deut­sche Kul­tur­ge­schich­te wur­de erst­mals ein Unter­richts­werk mit allen Inhal­ten als Open Edu­ca­tio­nal Res­sour­ce ver­öf­fent­licht.

Im Jahr 2017 kauf­te der Cor­nel­sen Ver­lag das Schul­buch­pro­gramm des mBooks, wo es seit­her als Grund­la­ge für eine breit ange­leg­te digi­ta­le Pro­dukt­li­nie genutzt wird. Das IdL ent­wi­ckelt und pro­du­ziert wei­ter­hin außer­halb des schu­li­schen Rah­mens mBooks.

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